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Wissen rund um den Kinderfußball

Diese Infos brauchen Eltern, um die neue Spielform zu verstehen

Viele Eltern wissen wenig über den Kinderfußball allgemein, Fußballregeln und ihre Aufgaben im Hobby ihres Kindes. Noch weniger wissen sie über die neue Spielform. Daher ist es wichtig, sie ganz früh und transparent zu informieren, wenn du möchtest, dass sie die Spielform zusammen mit dir und ihrem Kind umsetzen sollen. Hilfreich hierbei ist ein Handout. Ein Handout ist ein Einseiter, in dem sie alle wichtigen Infos kurz und präzise finden. Die nachfolgenden Fragen und meine Impulse helfen dir dabei, ein Handout zu erstellen.

1. Was ist Funino?
Erkläre kurz und in wenigen Sätzen, was sich hinter Funino verbirgt. Am besten verstehen Eltern die neue Spielform, wenn du sie ihnen zeigst. Das gelingt dir, wenn du einen Link zu einem Video einfügst, z. B. https://youtu.be/D6L1VY5L9us
 
2. Warum wird die Spielform verändert? 
Nenne in 2-3 Sätzen die Gründe für die Veränderung. Vermeide Fachbegriffe und nutze Worte, die Eltern verstehen. Denn denk daran, dass Eltern keine Experten und nicht so sicher wie du auf dem Gebiet sind.
 
3. Welchen Mehrwert hat diese Spielform für ihr Kind?
Eltern öffnen sich Neuem gegenüber viel eher, wenn sie wissen, welchen positiven Aspekt es für ihr Kind hat. Führe hier auf, was sich für den einzelnen Spieler/die einzelne Spielerin verändert: Jedes Kind spielt und es gibt keine Ersatzspieler*innen!
 
4. Welche Rolle nehmen die Eltern ein?
Funino ist für Eltern „arbeitsarmer“ als der bisherige Turnierbetrieb im Kinderfußball. Dennoch ist es wichtig, transparent zu erklären, wie sie dich und ihr Kind unterstützen können, z. B. Materialtransport, Auf- und Abbau der Spielfelder, Catering, „überwachen“ der Spiele, Fahrgemeinschaft.
 
5. Welche Vorteile hat die Spielform für Eltern?
Informiere Eltern detailliert, was für sie durch die neue Spielform leichter wird. 

Denn das ist etwas, was wir alle haben wollen: Es soll möglichst einfach, entspannt, stressfrei sein.
 
  • Durch die neue Spielform spielen auf einem Festival innerhalb von einer Stunde knapp 100 Kinder. 
  • Eltern investieren viel weniger Zeit als bei einem bisherigen Turnier, was oft den ganzen Tag geht.
  • Eltern brauchen weniger Bedenken zu haben, dass ihr Kind auf der Bank sitzen oder kaum spielen wird, denn alle Kinder spielen.
  • Es wird ohne Schiedsrichter gespielt und die Trainer*innen coachen wenig, da die Kinder die klaren Regeln selbstständig umsetzen können.
  • Es gibt keine Tabelle, Sieger und Verlierer, da der Fußball und der Spaß im Vordergrund stehen.
 
Worauf du achten solltest
Achte beim Erstellen darauf, dass du …
  • ... Begriffe verwendest, die Eltern verstehen können (keinen „Fußballsprech“).
  • ... versetze dich in die Perspektive der Eltern und überlege, was sie brauchen.

Ein Handout schafft Synergien und erspart dir Zeit
Hast du das Handout einmal erstellt, kannst du es vielfach nutzen. 
  • Dein Verein kann es als Information auf die Elternseite (wenn ihr eine habt) der Vereinshomepage stellen. So können sich Eltern bereits informieren, bevor sie ihr Kind im Verein anmelden.
  • Du kannst es Eltern bereits im ersten Gespräch zum Probetraining und mit dem Anmeldeformular überreichen.
  • Das Handout kann Grundlage für den Elternabend, Elterngespräche, Infoveranstaltungen sein.
  • Die Basisinformationen können alle Trainer*innen in deinem Verein nutzen und es erspart dadurch jedem Einzelnen Zeit.
  •  Einmal fixiert, lässt es sich weiter anpassen und entwickeln.

In meinem Blogartikel Warum du die Bedürfnisse der Eltern kennen solltest! findest du weitere Impulse, die dir helfen, das Verhalten von Eltern besser zu verstehen.

Weiterführende Informationen:

Als Coach hilft Susanne Amar, Fußballer-Eltern und Trainer*innen durch das Kennenlernen und Verstehen der gegenseitigen Bedürfnisse wertschätzend miteinander zu kommunizieren, um gemeinsam ein Team zu werden. Kinder und Jugendliche leben es uns bereits im Kinder- und Jugendfußball vor:  Nur gemeinsam kann man gewinnen!

Hier findet ihr mehr Infos zu Susanne Amar und weitere Tipps zur Elternkommunikation

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Initial veröffentlicht: 05.05.2022 | Zuletzt aktualisiert: 05.05.2022

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